07.10.2026 Aktuelles Agrar- & Verbandspolitik, Nutztierhaltung ca. 2 Min. Lesezeit

Milchrinder sind Upcycler!

text

Milchrinder sind Upcycler!
Zukunftsoffenheit und Klimaanapassung bilden Schwerpunkte der Brandenburger Milchkonferenz
 
Wissenschaftlerinnen und Expertinnen des Rinderzuchtverbandes und des Landeskontrollverbandes bescheinigten den Milchrindhaltern Brandenburgs im Rahmen der heutigen Brandenburger Milchkonferenz beachtliche Fortschritte im Herden- und Gesundheitsmanagement ihrer Tiere sowie in der Züchtung. Dies seien die besten Voraussetzungen für eine hohe Milchleistung verbunden mit einer langen Lebensdauer der Tiere. Die Expertinnen nutzten die gut besuchte Fachveranstaltung, um neue Werkzeuge für die Optimierung von Kuhgesundheit, Milchleistung und Betriebsökonomie vorzustellen.
 
Milchrinder seien zudem die besten Upcycler und somit unentbehrlicher Bestandteil einer nachhaltigen Landwirtschaft. Ihr einzigartiger Wert liege in ihrer Fähigkeit, Gras und Pflanzenreste, die vom Menschen nicht verwertet werden können, zu dem wertvollen Lebensmittel Milch zu veredeln, erläuterte u.a. Dr. Julia Drews von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern.
 
Thema des Vortrags waren auch Möglichkeiten der Klimabilanzierung im Kuhstall. Derzeit sei die Vielfalt an Sensoren und Messmethoden der Klimawerte an der Kuh sehr unübersichtlich. Eine bundesweit einheitliche THG-Berechnung würde wesentlich zu einer Versachlichung der Klimadebatte in der Milchrindhaltung beitragen und Tierwirten ermöglichen, die Erfolge der klimaangepassten Tierhaltung als Verhandlungsgrundlage mit wichtigen Geschäftspartnern nachzuweisen.
 
Die 28. Brandenburger Milchkonferenz legte Zeugnis über die herausragende Qualität, Zukunftsoffenheit und Klimaanpassung in der Milchrindhaltung in Brandenburg ab. LBV-Vizepräsident Heiko Terno, auf dessen Betrieb die Veranstaltung heute stattfand, unterstrich:
 
„Kühe sind keine Klimakiller. Im Gegenteil: Milch hat Zukunft. Menschen fressen kein Gras – Kühe schon. Wer Grünland als CO2-Speicher und für den Artenschutz stärken will, muss Milch trinken. Wichtig sind die Rahmenbedingungen: Verlässliche Investitionsbedingungen und eine Politik, die nicht bei jeder neuen Herausforderung neue Auflagen schafft.“