12.09.2026 Aktuelles Agrar- & Verbandspolitik, Veranstaltungen ca. 4 Min. Lesezeit

Die Musik spielt auf dem Land!

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Die Musik spielt auf dem Land!
21. Brandenburger Dorf- und Erntefest in Damelang

Anlässlich des 21. Brandenburger Dorf- und Erntefestes in Damelang, Gemeinde Planebruch, werben Brandenburgs Bauern für mehr Wertschätzung von Unternehmung, Arbeit und Leben auf dem Land. 
 
Brandenburg als Hauptstadtregion gilt aufgrund seiner rasanten Entwicklung in den Bereichen Erneuerbare Energien, Forschung, Verkehr und Logistik als einer der dynamischsten Industrie- und Dienstleistungsstandorte. Das Alleinstellungsmerkmal Brandenburgs ist jedoch seine weitläufige und vielfältige Kulturlandschaft, die nicht zuletzt von der Arbeit der knapp 5.400 Landwirtschaftsbetriebe geprägt wird.
 
Auf zahlreichen Erntefesten in den Gemeinden des Landes feiern sie an den Septemberwochenenden eine gute Ernte, die sie dank Sachverstand, moderner Landtechnik und im Zusammenspiel mit Natur und Klima einfahren konnten. Sie danken damit den Bewohnerinnen und Bewohnern in den Kommunen, die das hohe und auch laute Arbeitsaufkommen der Mähdrescher und Erntewagen täglich miterleben und tolerieren. Denn ohne Ernte keine Lebensmittel!
 
„Wir arbeiten 12 Monate auf diesen Zeitpunkt zu, investieren und riskieren viel, denn das Wetter können wir letztendlich nicht bestimmen“, erklärte Brandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff bei der offiziellen Eröffnung des Landesfestes, zu der auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt gekommen waren.
„Jeder, der auf dem Land lebt, hat gemerkt, dass es keine einfache Zeit war. Der Boden ist heute noch trocken, es hat wenig geregnet, die Temperaturen waren extrem hoch. Trotz alledem haben wir eine durchschnittliche Ernte eingebracht. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mahnen müssen wir dennoch: die Preise für Kraftstoff und Dünger können nicht so bleiben.“
 
5.070 der 5.400 landwirtschaftlichen Unternehmen bewirtschaften rund 1,3 Millionen ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Das sind etwa 44 Prozent der Gesamtfläche Brandenburgs. Auf mehr als einem Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche wächst Getreide – Weizen, Roggen und Gerste sind die bestimmenden Getreidearten. Sie sind Bestandteil einer jeden Erntekrone, die beim traditionellen Erntekronenwettbewerb der Brandenburger Landfrauen im Rahmen des Landesfestes zu bewundern sind. 16 dieser filigranen Kunstwerke, die jeweils in mehr als 500 Arbeitsstunden von Teams aus sieben Landkreisen gefertigt wurden, wurden eingereicht, vier mehr als im letzten Jahr. In ihnen steckt nicht nur das bei unzähligen Treffen gesammelte, getrocknete und gebundene Getreide, sondern auch Generationen übergreifender Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft.
 
Der erste Preis für die Fertigung der schönsten Brandenburger Erntekrone 2026 verlässt den Landkreis und geht an den Kreislandfrauenverein Oberhavel e.V..
 
Der zweite Preis für eine besonders schöne Erntekrone bleibt in der Region Potsdam-Mittelmark beim dortigen Kreislandfrauenverband, Ortsgruppe Weseram.
 
Der dritte Preis wandert in die Region Oder-Spree zum Erntekronen-Team „Wir Buchholzer“.
 
Zum ersten Mal war eine von Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren gefertigte Krone dabei, die – analog zu den prämierten Kronen – an einem Ort der Landesregierung ausgestellt wird, in diesem Fall im Bildungsministerium des Landes Brandenburg.
 
Zum absoluten Publikumsliebling wurde in diesem Jahr erneut die Krone des Michelsdorfer Herrenteams gewählt.
 
Wir gratulieren herzlich!
 
Dass Tradition durchaus mit Klischees brechen kann, zeigte auch die diesjährige Wahl der Brandenburger Erntehoheit 2026/2027. Landwirt Christian Braune verlängert seine Amtszeit um ein zweites Jahr. Die Ausschreibung des Landesbauernverbandes für dieses nicht ganz anspruchslose Amt der Repräsentation der Brandenburger Landwirtschaft blieb leider ohne Echo. LBV-Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Bauernverbandes Fläming-Mittelmark, Benny Hecht, sieht es zeitgemäß: „Die Botschafterinnen und Botschafter der Landwirtschaft sind als Influencer in den Sozialen Medien unterwegs und erklären mit Leidenschaft ihren Beruf in der Landwirtschaft. Sie promoten auf die beste Art und Weise unsere Arbeit. Aus ihren Reihen möchten wir zukünftig im Rahmen unseren Mitgliederwettbewerbs um den Vielfaltspreis geeignete Repräsentanten gewinnen.“
 
Das Landeserntefest in Damelang mit Flämingmarkt, Pflügerwettbewerben, offenen Höfen und vielen Informationsangeboten rund um Land und Landwirtschaft lockte Tausende Besucherinnen und Besucher in die Gemeinde. Wir danken den engagierten Veranstaltern, den emsigen Organisatoren, den Förderern und Sponsoren für dieses schöne Fest zu Ehren der Ernte und des Lebens auf dem Land.