Die Brandenburger Landwirte haben verstanden

Pressemeldung:

Bereits zum Start des Förderprogramms für Blühflächen sind viele Brandenburger Landwirte bereit, insektenfreundliche Strukturelemente an Feldrändern anzulegen und damit zur Steigerung der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft beizutragen.
Bis zum Ende des vergangenen Jahres haben die Brandenburger Bauern beim zuständigen Landwirtschaftsministerium 424 Anträge für Blühflächen und Ackerrandstreifen gestellt. Den Angaben des Ministeriums zufolge wollen sie auf kanpp 1.500 Hektar einjährige Blühmischungen und auf 3.700 Hektar mehrjährige Blühmischungen ausbringen. Auf 4.900 Hektar wollen die Landwirte freiwillig Ackerrandstreifen anlegen. „Das ist mehr als wir erwartet haben und zeigt, die Brandenburger Landwirte haben verstanden. In der weiteren Debatte sind wir zum Dialog bereit.“, erklärt LBV-Pressesprecher Dr. Tino Erstling.

Der Rückgang der Insektenvielfalt stellt ein schwerwiegendes Problem dar und ist bedingt durch eine Vielzahl von Faktoren. Über die Ursachen wissen wir längst nicht alles; nur so viel: Der Klimawandel sowie die Art und Weise wie wir in der westlichen Zivilisation leben und wirtschaften hat dazu beigetragen - in der Stadt und auf dem Land. Die Landwirtschaft ist ein Teil dieses Systems und sie trägt deshalb selbstverständlich eine Mitverantwortung. Der LBV Brandenburg hat sich in den vergangenen Jahren gegenüber der Landesregierung für die Etablierung eines Blühflächenprogramms eingesetzt, um den Artenverlust entgegenzutreten. Auf Druck des LBV hat die Landesregierung ab diesem Jahr ein Programm zur Förderung von Blühflächen aufgelegt.

Nach dem die Volksinitiative „Mehr als nur ein Summen“ bereits im vergangenen Jahr ihre Unterschriftenlisten dem Brandenburger Landtag übergeben hat, zog heute die zweite Initiative „Rettet die Bienen“ nach. Zwei Volksinitiativen zu einem Thema, dass zeigt, das Thema Insektenschutz ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.