Brandenburger Bauern wollen Berlin versorgen

Pressemeldung

Berlin und Brandenburg könnten voneinander profitieren

Teltow, 11.12.2019. Der Berliner Senat stellte heute Details seiner Ernährungsstrategie für die Bundeshauptstadt vor. Eines der Ziele ist laut Verbrauchschutz-Senator Dr. Dirk Behrendt, die Ernährung in der Metropole nachhaltiger als bisher zu gestalten. Der Landesbauernverband Brandenburg begrüßt die Ankündigung der Senatsverwaltung und betont die Bereitschaft der Brandenburger Bauern, Berlin mit guten regionalen Produkten zu versorgen. „Das würde nicht nur kürzere Transportwege und damit weniger CO2-Emission bedeuten,

es könnte auch zu einer gemeinsamen Identität in der Hauptstadtregion Brandenburg-Berlin beitragen. Berlin und Brandenburg könnten voneinander profitieren. Voraussetzung ist jedoch ein klares Bekenntnis der Berliner zu mehr Regionalität und die Bereitschaft, dafür einen ehrlichen Preis zu bezahlen.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.
Um den Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen, bedarf es erheblicher Investitionen in Verarbeitungsstrukturen und den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten. „Wenn wir mehr Regionalität wollen, müssten wir die geringen Brandenburger Tierbestände erhöhen sowie regionale Schlacht- und Verarbeitungskapazitäten in Berlinnähe aufbauen. Dafür benötigen wir eine gesellschaftliche Grundakzeptanz und daraus abgeleitet, Erleichterungen bei Baugenehmigungen und eine verbesserte Planungssicherheit. In abgewandelter Form gilt das auch für den Obst- und Gemüseanbau.“, so Wendorff weiter.
Derzeit liegt der theoretisch mögliche Selbstversorgungsgrad in der Hauptstadtregion bei unter 40 Prozent.
Im Koalitionsvertrag der neuen Brandenburger Landesregierung finden sich erste positive Ansätze für eine verbesserte regionale Versorgung. Der Berliner Senat könnte hier anknüpfen. Dazu müssten sich zeitnah alle relevanten Akteure mit dem festen Willen, sich zu verständigen, an einen Tisch setzen.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92