Landesbauernverband und Imkerverband wollen enger zusammenarbeiten

Pressemeldung: Konkrete Vereinbarungen getroffen

Am 08.06.2015 trafen sich Vorstandsmitglieder des Landesverbandes Brandenburgischer Imker e.V. und des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V, um Missverständnisse auszuräumen und Möglichkeiten auszuloten, wie sich eine engere Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landwirten gestalten lässt. Es ging darüber hinaus auch darum, auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe hinzuweisen und Lösungen zu finden.

Dabei ist festzustellen, dass die Bienen in Brandenburg größtenteils ideale Bedingungen vorfinden, mit sehr vielen Trachtpflanzen wie Raps, Sonnenblumen, mit Obstbäumen, Linden, Kastanien und Robinien. Darüber hinaus werden auch umfangreich Flächen extensiv bewirtschaftet, auf denen sich Blühpflanzen und Ackerbegleitflora entwickeln können, hinzu kommt ein umfangreicher Zwischenfruchtanbau .

Der Landesbauernverband geht hier zukünftig sogar von noch besseren Bedingungen aus, da durch das sogenannte Greening verstärkt Körnerleguminosen (Anbaufläche wurde gegenüber 2014 um knapp 30% ausgeweitet) und Zwischenfrüchte angebaut bzw. Feldrandstreifen angelegt werden.

Konkret wurden folgende praktische Maßnahmen vereinbart:

1.)  Die Kreisverbände bzw. die regionalen Imkerverbände sollen intensiver als gegenseitige Informationsquelle genutzt werden. Dazu sollen die jeweiligen Kontaktdaten ausgetauscht werden.

2.)   Des Weiteren wurde dem Imkerverband angeboten, auf den Winterschulungen und Weiterbildungsveranstaltungen der Landwirte in den Kreisbauernverbänden über die Bedürfnisse der Imker zu informieren, um so für das Thema „Biene“ zu sensibilisieren. Auch die jeweiligen Mitgliederzeitschriften können dafür genutzt werden.

3.)  Darüber hinaus soll den Landwirten ein sogenannter „Bienenkalender“ zur Verfügung gestellt werden, der eine Übersicht über wichtige Termine bzw. Haupttrachten im Bienenjahr liefert. Auch dies kann zu einer besseren Abstimmung führen.

Mit diesen kleinen aber umsetzbaren Schritten können die Landwirte den Imkern vor Ort aus Sicht des Landesbauernverbandes praktischer und effektiver helfen als mit Grundsatzpapieren wie einer Erklärung zur GVO-Pollenfreiheit des Honigs, die derzeit ohnehin garantiert ist.

Insgesamt gilt es, die vielen guten und bereits bestehenden Ansätze von Absprachen und Kooperationen zwischen Imkern und Landwirten bei den Praktikern publik zu machen und so aus guten Beispielen der Zusammenarbeit zu lernen und eine noch breitere Wirkung zu erzielen.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Ulrich Böhm, Ref. für allg. Agrarpolitik  des LBV; Tel 0 33 28  -  319 132