Start Meldungen Zum Weltbodentag: Bauern schützen ihre wichtigste Produktionsgrundlage

Zum Weltbodentag: Bauern schützen ihre wichtigste Produktionsgrundlage

Pressemeldung

Teltow, 04.12.2020. Am 5. Dezember ist Weltbodentag. Der Landesbauernverband Brandenburg nimmt diesen Tag zu Anlass, auf die wichtigste Produktionsgrundlage der Landwirtschaft und auf seine Schutzbedürftigkeit aufmerksam zu machen. In Anbetracht der überwiegend schwierigen Bodenverhältnisse, verbunden mit geringen Niederschlagsmengen, stellt die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit in Brandenburg eine besondere Herausforderung dar.

Um auch in Zukunft die Bodenfruchtbarkeit zu sichern und zu erhöhen,

sind konsequente Weiterentwicklungen bisheriger ackerbaulicher Methoden angezeigt. „Gerade die Erweiterung zahlreicher Fruchtfolgen um Zwischenfrüchte und Kulturpflanzen mit bodenverbessernden und humusmehrenden Eigenschaften rückt wieder in den Fokus der landwirtschaftlicher Tätigkeit“, so heißt es in „Der neue Brandenburger Weg“, den die Mitglieder des Landesbauernverbandes Brandenburg auf ihrer Delegiertenversammlung am 26. November mit großer Mehrheit beschlossen haben. Die Rede ist zum Beispiel von Lupine, Erbse, Kichererbse oder Ackerbohne. Als Ergänzung zum Mais ist der Anbau der Durchwachsenen Silphie interessant.
Notwendig hierfür sind jedoch ökonomische Anreize sowie die Verbesserung der Vermarktungsmöglichkeiten dieser Kulturen. „Wir müssen das, was auf unseren Feldern wachsen soll, auch verkaufen können.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

In Brandenburg bietet sich an, aufgrund der leichten Böden und der vergleichsweise geringen Niederschlagsmengen den Weg der konservierenden Bodenbearbeitung konsequent weiterzuentwickeln. Dass heißt, auf das Pflügen weitgehend zu verzichten und damit das wenige Wasser im Boden zu halten und die Co2-Emission durch die intensive Bodenbearbeitung mit dem Pflug zu senken. Voraussetzung dafür ist jedoch die Sicherung der Anwendbarkeit von Breitbandherbiziden. „Nur so gelingt es uns, die Erfolge der  konservierenden Bodenbearbeitung zu sichern. Darüber hinaus brauchen wir geförderte Modellprojekte zur mechanischen Unkrautbekämpfung. Das ist unser Angebot zur Minimierung des Herbizideinsatzes.“, so Wendorff.

Besorgniserregend ist der unvermindert anhaltende Flächenfraß in Brandenburg. Pro Tag gehen mehrere Hektar landwirtschaftliche Fläche unwiederbringlich für die Nahrungsmittelerzeugung, beispielsweise für Infrastrukturmaßnahmen, verloren. Von der Zielmarke des Umweltbundesamtes für das Jahr 2020 von 1,3 Hektar täglich ist Brandenburg noch weit entfernt. Dadurch wird nicht nur wertvoller Boden versiegelt, sondern auch der Druck auf die Flächenpreise steigt durch die Verknappung immer weiter.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92