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LBV Brandenburg dankt Land, Landkreisen und den Menschen vor Ort

Pressemeldung:

Teltow, 20.11.2020. Der Landesbauernverband Brandenburg bedankt sich bei der Landesregierung und den Landkreisen für den hohen Personal- und Materialaufwand, den sie für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) leisten. Der Dank des LBV gilt auch den Menschen, die in den betroffenen Gebieten leben und arbeiten und deshalb zumindest indirekt von den Maßnahmen in den Restriktionszonen betroffen sind. „Ich weiß, dass die Zäune vor Ort teilweise als lästig empfunden werden und sage im Namen unserer Landwirte danke dafür, dass sie dennoch akzeptiert werden.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.


Im Landkreis Märkisch-Oderland haben in dieser Woche Bauarbeiten für den äußeren festen Zaun der „weißen Zone“ begonnen. Diese sind notwendig, um die weitere Ausbreitung der ASP in Brandenburg und darüber hinaus zu verhindern. Wichtig ist ebenso, dass der Zaunbau an der gesamten deutsch-polnischen Grenze voran geht, damit ASP-infizierte Wildschweine nicht aus Polen nach Brandenburg einwechseln und es womöglich in anderen bislang nicht betroffenen Regionen zu einem Ausbruch kommt. Es herrscht nach wie vor ein großer Infektionsdruck von polnischer Seite. Wichtig sind außerdem intelligente und praxistaugliche Bejagungskonzepte, die geeignet sind, die Schwarzwildbestände deutlich zu reduzieren.

Die bisher ergriffenen notwendigen Maßnahmen haben massive Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen vor Ort. Während für die amtlich angeordneten Einschränkungen für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung Entschädigungsregelungen gesetzlich verankert sind, sind für die Schweinehalter aktuell keine Unterstützungsleistungen vorgesehen. Sie müssen in der Corona bedingt schwierigen Marktsituation derzeit zusätzliche Kosten aufwenden, damit ihre Tiere überhaupt aus dem gefährdeten Gebiet verbracht werden dürfen. Hier bedarf es unbedingt einer Unterstützung der Tierhalter. Sonst werden weitere Betriebe die Schweinehaltung aufgeben, wodurch das Potenzial regional erzeugten Fleisches und ein wertvoller Beitrag für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in Brandenburg verloren ginge. „Die Existenzsicherung der Schweinehalter ist eine immense Herausforderung.“, so Wendorff weiter.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92