Start Meldungen LBV kritisiert Vorgehen der Behörden bei der Afrikanischen Schweinepest

LBV kritisiert Vorgehen der Behörden bei der Afrikanischen Schweinepest

Teltow, 02.11.2020. Der Landesbauernverband Brandenburg kritisiert das Krisenmanagement des Landes nach dem Fund mehrere mit ASP infizierter Wildschweinkadaver am Freitag vergangener Woche bei Friedland/Klein Briesen im Landkreis Oder-Spree. Anstatt das aktuell vermutete Ausbreitungsgebiet im Inneren zu beruhigen und die Kräfte für den zügigen Aufbau eines Elektrozauns um den Fundort herum zu bündeln, wurde das Gegenteil getan. Bis heute wurde nicht ein Meter des provisorischen aber dringend erforderlichen Elektrozauns gestellt, während Anwohnern zufolge Bundeswehrsoldaten das Gelände nach Fallwild absuchten und vermutlich infizierte Wildschweine aufschreckten und damit zur Flucht animierten. „Das Krisenmanagement funktioniert derzeit nicht. Was wir brauchen, ist ein abgestimmtes, verständliches und wirksames Management sowie feste Zäune zur Verhinderung eines weiteren Ausbreitens der Seuche.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff. „Wenn dann die Verantwortlichen des zuständigen Ministeriums von bewährten Maßnahmen bei der Eingrenzung der Tierseuche sprechen, dann ist das an Realitätsverlust kaum zu übertreffen.“, ergänzt Wolfgang Scherfke, Hauptgeschäftsführer des Verbandes.

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Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92