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Der Wolf: Stundenlange Sitzungen und keine messbaren Ergebnisse

Pressemeldung:

LBV-Wolfsbeauftragter Jens Schreinicke zum Ausstieg des Landesbauernverbandes Brandenburg aus den Gremien zum Wolfsmanagementplan
Teltow, 29.10.2020. Der Wolfsbeauftragte des Landesbauernverband Brandenburg, Jens Schreinicke, begrüßt den Ausstieg der im Forum Natur zusammengeschlossenen Verbänden aus den Gremien der Brandenburger Landesregierung zum „Wolfsmanagementplan“. Das unter Mitwirkung der Landnutzer 2019 weiter entwickelte Konzept hat sich seiner Einschätzung nach in der Praxis als untauglich erwiesen und die Bereitschaft des Brandenburger Agrarministeriums, daran etwas zu ändern, sei nicht erkennbar. Die Vertreter der Landnutzer würden zwar regelmäßig zu stundenlangen Sitzungen eingeladen, wo sich die Ministerialbürokratie und die Umweltverbände

scheinbar interessiert deren Anregungen anhören, jedoch ohne messbare Ergebnisse. „Wir werden dort buchstäblich für dumm verkauft, unsere berechtigten Interessen spielen keine Rolle. Weiter in diesen Gremien mitzuarbeiten, ist eine Verschwendung von Lebenszeit. Zu dieser Einsicht bin ich mittlerweile gelangt.“, erklärt Jens Schreinicke, Mutterkuhhalter und Wolfsbeauftragter des Landesbauernverbandes Brandenburg. Anlass für diese Entscheidung bot zuletzt die Besprechung der Arbeitsgruppe „Grundsatz Wolf“ am 23. Oktober in Potsdam. Dort legte die Abteilung Naturschutz im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg den Vertretern der Landnutzerverbände eine bereits unterschriebene Novelle vor und hoffte auf deren Zustimmung. Die Möglichkeit, auf Inhalte Einfluss zu nehmen, gab es nicht.
Darüber hinaus wurde an diesem Tag von Seiten der Landesregierung angekündigt, die Wolfsverordnung aktualisieren zu wollen, allerdings mit dem Hinweis, nicht über Bestandsmanagement sprechen zu wollen. Damit war für die ehrenamtlichen Vertreter der Landnutzer eine „rote Linie“ überschritten. Denn insbesondere die Wolfsverordnung, die den Einstieg in das aktive Management der Wolfspopulation in Brandenburg ebnen sollte, hat sich als zahnloser Papiertiger entpuppt. „Nach einem Jahr Brandenburger Wolfsverordnung müssen wir als Weidetierhalter ernüchtert feststellen: auf der Grundlage dieser Verfügung wird niemals ein Wolf geschossen werden.“, so Schreinicke weiter. Laut Verordnungstext ist die Entnahme von Wölfen dann möglich, wenn diese wiederholt die vorgeschriebenen Herdenschutzmaßnahmen überwunden und Weidetiere verletzt oder getötet haben. Die Behörde soll dann quasi automatisch von Amts wegen prüfen. Trotz eindeutiger Indizien, abermals gestiegener Risszahlen und Millionenschäden für die Steuerzahler, haben die Prüfungen bislang immer das gleiche unbefriedigende Ergebnis hervorgebracht. „Woran das liegt? Ich vermute ein Wolfsschutzkartell aus Verwaltung und Umweltverbänden, das sich mit aller Macht gegen die erste signalgebende Wolfstötung stemmt.“, meint Schreinicke, der zugleich Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Potsdam Mittelmark ist. Der Landesbauernverband Brandenburg könne dieses unwürdige Gebaren im Interesse seiner Mitglieder nicht länger mittragen.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92