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Maisernte läuft auf Hochtouren

Pressemeldung

Teltow, 09.09.2020. Derzeit wird vielerorts im Land Brandenburg der Mais geerntet. Insgesamt werden im Jahr 2020 laut vorläufigen Angaben des Amtes für Statistik in Brandenburg auf 229.200 Hektar Mais angebaut, 2019 waren es 228.900 Hektar. Damit ist die Maisanbaufläche in etwa konstant geblieben.

„Mais ist besser als sein Ruf“, sagt der Landwirt Wendorff:

Denn Brandenburg ist geradezu prädestiniert für den Maisanbau, weil die Pflanze mit geringen Niederschlagsmengen auskommt, wenig Pflanzenschutzmittel benötigt, mechanische Pflege möglich ist und vergleichsweise stabile Erträge sichert. Als Körnermais und Ganzpflanzensilage ist die Maispflanze für die Fütterung der Tierbestände von herausragender Bedeutung, zumal regional produziert. Als Substrat für Biogasanlagen dient sie der Gewinnung erneuerbarer Energien und steht aber gleichzeitig in der Kritik. „Das jedoch war eine politische Entscheidung, getragen von der Mehrheit einer energieverbrauchenden Gesellschaft. Und sie wurde mit dem gewollten Ausstieg aus der Atomenergie verbunden und durch zusätzliche Fördermaßnahmen flankiert. Doch während die Politik für den damaligen Entschluss gelobt wurde, werden die Bauern, die ihn heute umsetzen, getadelt. Das ist schizophren.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff. 
Nachteile und Probleme müssen klar benannt werden. Das gilt auch für den Maisanbau. So zum Beispiel die Gefahr der Boden- und Wassererosion im Frühjahr und nach der Ernte wegen geringer Bodenbedeckung. Auch die Auswaschung von Nährstoffen aufgrund der kargen Wurzelmasse ist ein Nachteil. Doch hier gibt es Möglichkeiten, gegenzusteuern. So zum Beispiel mit Hilfe von Zwischenfrüchten und blühenden Untersaaten, die zusätzlich Nahrung für Insekten bieten. Sehr große Maisschläge bedürfen zudem einer strukturellen Aufwertung, beispielsweise durch bewachsene Schneisen oder durch die Etablierung von Heckenstrukturen. Über die daraus entstehenden positiven Effekte sind sich die Experten einig.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12 21 86 92