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LBV fordert realistische Darstellung der Landwirtschaft in Schulbüchern

Gemeinsame Pressemittelung von LBV und BVLB

Teltow, 24.7.2020. Der Bildungsverein der Landwirtschaft Brandenburg (BVLB) und der Landesbauernverband Brandenburg unterstützen den Vorstoß von Landwirtschaftsministerin Klöckner für eine realistische und entromantisierte Darstellung der Landwirtschaft in Schulbüchern.

"Landwirte sind heute hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die unternehmerisch denken und handeln. Sie setzen auf dem Acker und im Stall längst auf digitale Technologien, vermarkten und kommunizieren online und sind als Arbeitgeber, Ausbilder und Produktionsverantwortliche wichtige Multiplikatoren im ländlichen Raum. Bilder in aktuellen Schulbüchern von Bauern mit Hut, Forke und Strohhaufen passen so gar nicht mehr in unsere Realität. Diese Darstellungen müssen deshalb dringend korrigiert werden.“, erklärt Heiko Terno, Betriebsleiter und Vorsitzender des Bildungsvereins der Landwirtschaft beim Landesbauernverband Brandenburg.

 

Die Vermittlung eines realistischen Bildes der Landwirtschaft in aktuellen Schulbüchern ist eine wichtige Voraussetzung für eine aufgeklärte Debatte um die Landwirtschaft von morgen. Um dieses Thema kümmern sich bereits seit vielen Jahren Projekte wie LandAktiv und Agraraktiv. Direkt auf den landwirtschaftlichen Betrieben vermitteln sie Schülerinnen und Schülern von der 1. bis zur 10. Klasse ein authentisches Bild von Ackerbau und Tierhaltung. Vorurteile, wie „Das ist ja Massentierhaltung“ oder „Bauern spritzen Gift“ werden blitzschnell entkräftet, wenn Landwirte im Kuhstall oder auf dem Feld Zusammenhänge, Hintergründe und Produktionsweisen erläutern.

Der BVLB organisiert regelmäßig öffentlich zugängliche Fachveranstaltungen, die aktuelle Fragen zu Düngung, Pflanzenschutz, Tierhaltung oder Ökolandbau aus wissenschaftlicher, praktischer, rechtlicher und gesellschaftspolitischer Perspektive behandeln und Raum für den Dialog schaffen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner hatte kürzlich in einem Rundschreiben an alle Kultusministerien darum geworben, Schülerinnen und Schülern „altersgerecht aufbereitete und ausgewogene Informationen“ zu vermitteln, „um ein realistisches Bild von der Landwirtschaft aufzuzeigen.“ Sie griff damit Erkenntnisse aus dem Agrargipfel mit Bundeskanzlerin Merkel auf, bei dem 40 landwirtschaftliche Verbände darauf hingewiesen hatten, dass im Rahmen des Unterrichts in allgemeinbildenden Schulen eine teilweise unsachgemäße Darstellung der modernen Landwirtschaft erfolgt. Für die Vermittlung eines objektiven Bildes von der Landwirtschaft regte Klöckner eine umfangreiche Lehrplanarbeit mit Unterstützung des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) an.