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Bienen-App als sinnvolle Maßnahme

Pressemeldung:

HonigbieneDie Honigbiene hat viele Freunde in Brandenburg. Der Imkerverband zählt derzeit ca. 3.000 Mitglieder, Tendenz steigend. Jeder von ihnen bewirtschaftet im Durchschnitt 10 Völker. Der Fortbestand der Honigbiene ist deshalb gesichert. Ihre Geschichte ist eine Erfolgsgeschichte.
Die Bedeutung der Honigbiene ist immens, denn sie liefert nicht nur schmackhaften Honig, sie erbringt darüber hinaus Bestäubungsleistungen, die sowohl für die Landwirtschaft als auch für den Gartenbau unverzichtbar sind. Es ist deshalb gelebte Praxis, dass Landwirte und Imker zum beiderseitigen Vorteil miteinander kooperieren. Die Imker mit ihren Bienen profitieren insbesondere von den Trachtpflanzen, die die Bauern anbauen. Der Raps ist beispielsweise eine wichtige Nahrungsquelle für die Bienen und liefert den Rohstoff für den wohl beliebtesten Honig. Brandenburg ist bei Imkern ein überaus beliebtes Honigland, da hier extensiv gewirtschaftet wird und viele Blühpflanzen gedeihen.


Die Zusammenarbeit von Landwirten und Imkern funktioniert im Wesentlichen hervorragend. Insbesondere vor der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln werden regelmäßig Absprachen getroffen. Das ist gelebte Praxis, über die wir Bauern nicht extra sprechen. Diesen Austausch gilt es durch die Landesregierung zu befördern. „Hierfür bietet das digitale Zeitalter vielfältige Möglichkeiten, beispielsweise durch die Nutzung einer App, die zuverlässig den genauen Standort von Bienenvölkern erfasst.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.
Während die Entwicklung der Honigbienen positiv verläuft, ist die Insektenvielfalt insgesamt rückläufig. Die Gründe hierfür sind komplex und noch nicht hinreichend erforscht. Eines scheint jedoch klar: die Art und Weise, wie wir in der westlichen Zivilisation leben und wirtschaften, ist der Insektenvielfalt nicht förderlich. Antworten auf den Verlust der Artenvielfalt zu finden, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und die Lasten können nur von vielen Schultern getragen werden. Die Landwirte als ein Teil der Gesellschaft übernehmen bereit Verantwortung. Ausdruck dessen ist zum Beispiel deren freiwillige Bereitschaft, sich am Blühstreifenprogramm der Landesregierung zu beteiligen sowie die erfolgreiche Volksinitiative „Mehr als nur ein Summen“.
Bis zum Ende des vergangenen Jahres bekundeten 424 Brandenburger Bauern ihre Bereitschaft, sich am Landesprogramm zur Förderung naturbetonter Strukturelemente zu beteiligen. Den Angaben des Landwirtschaftsministeriums zufolge werden sie auf knapp 1.500 Hektar einjährige Blühmischungen und auf 3.700 Hektar mehrjährige Blühmischungen ausbringen. Diese Fläche ergibt einen 20 Meter breiten Blühstreifen von 2.600 Kilometern Länge. Auf 4.900 Hektar werden die Landwirte darüber hinaus freiwillig Ackerrandstreifen anlegen.

Youtube: https://youtu.be/wPjod2g6FXk