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Lebensmittelversorgung muss nachhaltiger werden

Pressemeldung:

Der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) begrüßt die Initiative von Landwirtschaftsminister Axel Vogel im Rahmen der heute stattfindenden Umweltministerkonferenz, die Brandenburger Landwirtschaft noch nachhaltiger zu entwickeln. Auch die Ankündigung einer verbesserten Förderung der Kreislaufwirtschaft und die Entwicklung von Technologien zur Ressourceneffizienz findet die Zustimmung der Brandenburger Bauern. Geeignete Rahmenbedingungen für die regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte für die Hauptstadtregion Brandenburg-Berlin zu schaffen, ist indes kein „grünes“ Anliegen, sondern eine kontinuierliche Forderung des LBV.


Letzteres verlangt eine gemeinsame Ansiedlungsstrategie der Länder Brandenburg und Berlin für verarbeitende Betriebe. „Dazu gehören nicht zuletzt Verarbeitungs- und Verpackungsindustrie sowie Schlachthöfe mit geeigneten Kapazitäten. Außerdem müssen wir darüber sprechen, die geringen Tierzahlen in Brandenburg zu erhöhen. Mit den gegenwärtigen Beständen ist eine regionale Versorgung nicht mal in Ansätzen möglich. Das gilt auch für die vom Landwirtschaftsminister geforderte Kreislaufwirtschaft. Sie ist ohne organische Düngemittel auf der Basis tierischer Stoffwechselendprodukte nicht denkbar.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.
Nachhaltigkeit bedeutet im Übrigen, dass soziale, ökologische und ökonomische Belange immer wieder neu gegeneinander abgewogen und in ein vernünftiges Verhältnis gebracht werden müssen. Das schließt die Notwendigkeit einer Entwicklungsperspektive für landwirtschaftliche Betriebe mit ein, auch als Voraussetzung für gut bezahlte Arbeit. Nur wer für seine guten Produkte gute Preise erzielt, kann am Ende auch gute Löhne zahlen und motivierte inländische Nachwuchskräfte gewinnen. Hier befinden wir uns in einer Schieflage, aus der wir uns allein nicht befreien können.
Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels zu finden und die Artenvielfalt zu fördern, sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben. Diese können nur von vielen Schultern getragen werden. Was die Landwirtschaft betrifft, sind die Brandenburger Bauern bereit, Verantwortung zu übernehmen. Ausdruck dessen ist zum Beispiel deren freiwillige Bereitschaft, sich am Blühstreifenprogramm der Landesregierung zu beteiligen sowie die erfolgreiche Volksinitiative „Mehr als nur ein Summen“.