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Landwirte fordern festen Zaun zum Schutz vor ASP an der Grenze zu Polen

Pressemitteilung:

Der Landesbauernverband Brandenburg fordert eine feste Zaunanlage an der Grenze zu Polen. Sie soll das Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Brandenburg verringern. Sinnvoll wäre zudem eine zweite Zaunreihe, um auf der Fläche dazwischen vorsorglich eine wildschweinfreie Zone zu etablieren. Eine Einzäunung stünde bei einem sehr wahrscheinlichen Seuchenausbruch in Brandenburg ohnehin an. Nur, dass in diesem Fall schmerzliche Restriktionen auf die Schweinehalter zukämen.

Belgien und Frankreich haben bereits positive Erfahrungen mit der Etablierung einer sogenannten „weißen Zone“, die von Wildschweinen freigehalten wird. Der LBV Brandenburg und die Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Brandenburg sind sich deshalb einig, dass die Einrichtung einer „weißen Zone“ schon vor einem Seuchenausbruch positive Wirkungen entfalten und möglicherweise ein Übergreifen der Seuche verhindern könnte.

Problematisch ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt die fehlende Rechtsgrundlage für die präventive Errichtung fester Zaunanlagen außerhalb von Restriktionszonen. Außerdem muss die Nutzung der dafür notwendigen Grundstücke außerhalb staatlichen Eigentums gesetzlich geregelt werden.

In Polen sind 2.150 Fälle von ASP bei Wildschweinen und zwei Fälle bei Schweinen in Nutztierbeständen bestätigt. Die Brandenburger Landwirte blicken deshalb mit großer Sorge auf die weitere Ausbreitung des Seuchengeschehens. Es ist fünf vor zwölf.

Die Einschleppung der ASP nach Deutschland hätte schwerwiegende wirtschaftliche Folgen für die Schweinehalter. Der derzeitige Schweinepreis würde sofort unter Druck geraten, außerdem gelten dann Handelsbeschränkungen bis hin zu Verbringungsverboten. „Wir fordern deshalb Bund und Land dazu auf, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um die Einschleppung der ASP nach Deutschland möglichst zu verhindern. Eine temporäre feste Zaunanlage an der deutsch-polnischen Grenze ist in der gegenwärtigen Situation notwendig geworden.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.