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Bauernverband sucht nach Lösungen in der Corona-Krise

Pressemeldung:

Landwirtschaft kann man nicht herunterfahren. Nur was gesät wird kann später auch geerntet und gegessen werden. Und Tierhaltung verlangt tägliches Engagement, ohne Ausnahme. Deshalb ist in der Corona-Krise die Sicherung der Arbeitsfähigkeit in den landwirtschaftlichen Betrieben unabdingbar. Derzeit fehlt es aufgrund der Grenzschließung an Arbeitskräften im Bereich Spargel- und Gemüseanbau. Später kommt der Obstanbau hinzu.


Dort wo Mitarbeiter ausfallen, muss zeitnah reagiert werden. Für Menschen, deren Einkommensgrundlage weggebrochen ist, bieten sich in der Landwirtschaft derzeit neue Verdienstmöglichkeiten. Vielerorts suchen Landwirte Helferinnen und Helfer, die Freude an körperlicher Arbeit haben, belastbar sind und sich in einem guten gesundheitlichen Allgemeinzustand befinden. Ab sofort melden die Bauern ihren aktuellen Arbeitskräftebedarf auf www.saisonarbeit-in-Deutschland.de. Interessierte können sich dort zeitnah über regionale Arbeitsangebote informieren und mit den Landwirten in Kontakt treten. „In Krisenzeiten sind kreative Problemlösungen gefragt. Was wir in der gegenwärtigen Situation brauchen, ist eine möglichst reibungsarme Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Akteure und staatlichen Stellen. Es gilt vorhandene Spielräume zu nutzen und gegebenenfalls neue zu schaffen.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.


Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass den ausländischen Berufspendlern in den grenznahen Regionen die unbürokratische Ein- und Ausreise gestattet bleibt.
Eine ernstzunehmende Herausforderung sind mögliche Krankheits- und Quarantänefälle in landwirtschaftlichen Betrieben mit Tierhaltung. Hier stellt sich die Frage, wer im Zweifelsfall das Vieh versorgt. Und Milchkühe müssen täglich gemolken werden. Entscheidungsbefugt sind in diesem Fall die Landkreisverwaltungen. Die Kreisbauernverbände stehen deshalb in engem Kontakt mit den Behörden vor Ort.


Der LBV Brandenburg hält die Einstufung des landwirtschaftlichen Sektors durch die Landesregierung als „systemrelevant“ für folgerichtig und dringend geboten. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist gesichert und hat neben der Behandlung von Erkrankten höchste Priorität.