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Dringender Handlungsbedarf in Sachen Biber

BiberPressemeldung:

Landesbauernverband konstatiert Untätigkeit des Umweltministeriums
Während im Land Brandenburg die durch Biber verursachten Schäden in die Millionen gehen, läuft zum 31. März die Brandenburger Biberverordnung aus. Sie soll Konflikte regeln, die mit der Ausbreitung des Bibers einhergehen, und damit dessen gesellschaftliche Akzeptanz sichern.



Die auslaufende, stark anpassungsbedürftige Verordnung, wurde im November 2019 ohne die notwendigen Veränderungen verlängert, obwohl die relevanten Verbände zuvor um Stellungnahmen gebeten wurden und diese Möglichkeit auch nutzten. „Über die Gründe dafür können wir nur spekulieren. Vielleicht ist es Desinteresse oder einfach Überforderung. Worüber ich mich jedoch sehr ärgere, wir haben auf unser Schreiben nie eine Antwort erhalten, nicht mal eine Eingangsbestätigung.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

Sollte, wonach es derzeit aussieht, die Biberverordnung ersatzlos auslaufen, würde auch die bestehende Rechtsgrundlage für Maßnahmen entfallen, die der Verkehrssicherheit und dem Schutz der Deichanlagen und damit von Menschenleben dienen. „Ich weiß nicht ob sich die Verantwortlichen im Umweltministerium dem Ernst der Lage bewusst sind. Ich fordere die Landesregierung deshalb dringend auf, diesen Missstand abzustellen und die berechtigten Hinweise aus dem ländlichen Raum ernst zu nehmen.“, so Wendorff.

Der Landesbauernverband hatte bereits in seiner Stellungnahme vom 13. September 2019 zur bestehenden Verordnung darauf aufmerksam gemacht, dass von Bibern fabriziertes Treibgut erhebliche Schäden an den Anlagen der Gewässerunterhaltung anrichtet, die von den Trägern nicht länger getragen werden können. Außerdem stellte der LBV klar, dass der unter Paragraf 2 der Brandenburger Biberverordnung geregelte Lebendfang von Bibern mit dem Ziel der Umsetzung nicht realisierbar ist, da andere Reviere, in denen keine Konflikte zu befürchten sind, schlichtweg nicht zur Verfügung stehen.

Während in Brandenburg in Sachen Biber Untätigkeit zu konstatieren ist, gehen andere Bundesländer neue Wege. In Baden-Württemberg planen Agrar- und Umweltministerium gemeinsam ein Modellvorhaben. Darin soll geprüft werden, wie die Jägerschaft beim Bibermanagement beteiligt werden kann und welche Lösungen für die „Entnahme“ praxistauglich sind.