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Brandenburger Landwirte stellten sich dem Dialog

Eine kleine Bilanz der Internationalen Grünen Woche in Berlin

Als am 17. Januar die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin ihre Pforten öffnete, strömten wieder Hunderttausende in die Hallen unter dem Funkturm. Sie probierten regionale und internationale Spezialitäten, schlenderten durch die Tierhalle und bestaunten die neuesten Entwicklungen auf dem Lebensmittelmarkt. Auch für Agrarexperten war die IGW ein wichtiger Termin zu Beginn des Jahres, bot sie doch die Gelegenheit, sich auszutauschen.

Für die Bauern war die IGW eine gute Möglichkeit, mit Verbrauchern und Handelspartnern in Kontakt zu kommen, Produkte zu testen und zu diskutieren, auch über kritische Fragen. „Wir haben viele Gespräche geführt. Die meisten davon waren konstruktiv. Das sollte uns Hoffnung machen in einer Zeit, in der alles grundsätzlich infrage gestellt zu werden scheint.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

Themen, die die Branche bewegen, gibt es auch in diesem Jahr genug. Problem ist, dass die politischen Akteure aktuell gleichzeitig an mehreren Stellschrauben drehen. Einerseits werden mit dem Agrarpaket der Bundesregierung und dem Aktionsprogramm Insektenschutz die ohnehin hohen Umweltauflagen und Vorschriften für die heimische Landwirtschaft drastisch erhöht und andererseits werden die Türen  auch für billige ausländische Lebensmittel, die unter ungewissen Bedingungen produziert werden, weit geöffnet. Betroffen sind nicht nur die Landwirte, sondern am Ende die Verbraucherinnen und Verbraucher, die nach sicheren und möglichst regionalen Lebensmitteln verlangen.
Der Landesbauernverband Brandenburg versucht gegenwärtig am Beispiel der Hauptstadtregion Brandenburg-Berlin einen Ausweg aus dem Dilemma zu denken.

Der Landesbauernverband Brandenburg und der Brandenburger Landfrauenverband präsentierten sich auf der Internationalen Grünen Woche in der neuen Brandenburghalle 21 A wieder mit einem Gemeinschaftsstand.

Die Brandenburger Landfrauen erwiesen sind einmal mehr als hervorragende Botschafterinnen für regionale Produkte, Verbraucheraufklärung und die einheimische Landwirtschaft. In diesem Jahr teilten sie mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern ihr Wissen rund um die wertvolle Milch und die Butter. Im Vordergrund standen Informationen zum Milchpreis, aber auch zur Produktion von Butter, ihren Nebenprodukten und Bestandteilen. Fester Bestandteil der Messepräsentation des Brandenburger Landfrauenverbandes e.V. auf der Grünen Woche war der Aktionstag mit der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“. Landfrauen zeigten hier Gesicht gegen Demokratie- und Fremdenfeindlichkeit.

Am LBV-Stand präsentierten sich verteilt über die Messetage verschiedene landwirtschaftliche Unternehmen mit Direktvermarktung. Diese boten nicht nur ihre schmackhaften und innovativen Produkte an, sie freuten sich auch über den Dialog mit den unterschiedlichsten Gästen.

Am Eröffnungstag luden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LBV Brandenburg die Messebesucher ein, mit ihnen zu den Themen Biodiversität und Artenvielfalt ins Gespräch zu kommen. Dabei informierten sie über die 50 verschiedenen Kulturarten, die in Brandenburg angebaut werden sowie über weitere Möglichkeiten zur Förderung der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft. Darüber hinaus bot der LBV Interessierten die Gelegenheit, sich kostenfrei verschiedene Saatgutmischungen für Balkon, Garten oder Schulgarten abzufüllen. Am Dienstag, den 21.01. war „Tag der grünen Berufe“. Hier informierte der Bildungsverein der Landwirtschaft Brandenburg über Ausbildungsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven in den landwirtschaftlichen Berufen.