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Düngeverordnungs-Milliarde

Pressemeldung:

Trotz einer Milliarde Euro - fachliche Mängel bei der Düngeverordnung müssen korrigiert werden

„Mit Geld alleine lassen sich keine fachlichen Widersinnigkeiten beheben“ sagte der Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg, Henrik Wendorff, zu der gestern vom Koalitionsausschuss ausgelobten einen Milliarde Euro, die die Auswirkungen der neuerlich verschärften Düngeverordnung für Landwirte mildern soll.

Diese Entscheidungen des Koalitionsausschusses istr ein zweischneidiges Signal, zum einen signalisiert man den Landwirten helfen zu wollen und zum anderen bedeutet dies eine Ablehnung an eine notwendige fachliche Korrektur. „Hier wird lieber Geld verteilt, als die fachlichen Hausaufgaben zu machen. Geld allein löst die Belastungen für die Betriebe nicht. Unterstützung von Umsetzungsmaßnahmen einerseits und fachliche Unsinnigkeiten der Verordnung andererseits, bleiben zwei Paar Schuhe“ so Wendorff weiter.

Die fachlichen Mängel bei der Verschärfung des Düngerechts müssen unbedingt korrigiert werden. „Fachliche Mängel bleiben fachliche Mängel und eine Milliarde Euro schüttelt man nicht so einfach aus dem Ärmel, woher soll das Geld kommen“ fragt Henrik Wendorff.

Wir setzen in Brandenburg weiterhin darauf, dass die stetigen Bemühungen der Landwirte zur Verbesserung der Nitratsituation anerkannt werden und fordern ebenso die Festschreibung der Binnendifferenzierung. „Ich hoffe dass die Bauern mit der Aussicht auf das Geld nicht ruhig gestellt werden sollen“, sagte Wendorff „Schweigegeld ist mit uns nicht zu machen. Immerhin geht es nicht um kurzfristige Finanzspritzen, sondern um die Zukunft der Landwirtschaft über die nächsten vier Jahre hinaus.

Hintergrund-Info

Bauernverband bekräftigt Forderungen zur Korrektur der Düngeverordnung

Die Novelle der Düngeverordnung ist in der vorliegenden Form für die Landwirtschaft nicht tragbar und stellt die landwirtschaftliche Praxis komplett in Frage. Auch der Nutzen für den Gewässerschutz ist nicht erkennbar.

Daher fordert das Präsidium des Deutschen Bauernverbandes:

1.      eine Neuabgrenzung der sogenannten Roten Gebiet mit einer sachgerechten Binnendifferenzierung. Eine Verschärfung der Kriterien für die Ausweisung nitratsensibler Gebiete wird abgelehnt. Betriebe, die belegbar gewässerschonend wirtschaften, müssen von den strengen Regelungen ausgenommen werden können.