Blühstreifen

Blhstreifen_mit_Schrift_neu

Suche
Agrarwetter
Start Meldungen Bauern bekräftigen Forderungen zur Düngeverordnung

Bauern bekräftigen Forderungen zur Düngeverordnung

Die Novelle der Düngeverordnung ist in der vorliegenden Form für die Landwirtschaft nicht tragbar und stellt die landwirtschaftliche Praxis in Frage. Auch der Nutzen für den Gewässerschutz ist fraglich.

Daher fordert das Präsidium des Bauernverbandes

  1. eine Neuabgrenzung der sogenannten Roten Gebiet mit einer sachgerechten Binnendifferenzierung. Eine Verschärfung der Kriterien für die Ausweisung nitratsensibler Gebiete wird abgelehnt. Betriebe, die belegbar gewässerschonend wirtschaften, müssen von den strengen Regelungen ausgenommen werden können.
  2. eine Überprüfung des Messstellennetzes um die Aussagekraft zu erhöhen. Dazu ist eine höhere Dichte an Messstellen notwendig. Die landwirtschaftlichen Einflüsse auf die Messergebnisse müssen objektiv bewertet werden.
  3. Ausnahmemöglichkeiten für die Deckelung der Düngung auf 80% des Nährstoffbedarfes. Eine Unterversorgung der Pflanzen ist nicht zielführend und gefährdet die Qualität der Ernte.
  4. die Andüngung von Zwischenfrüchten muss erhalten bleiben, damit diese grundwasserschützende Maßnahme weiter wirksam ist.
  5. Übergangsfristen und Förderung bei der Schaffung von zusätzlichen Lagerkapazitäten und Ausbringtechnik, da ansonsten auf Grund der langen Genehmigungsverfahren und hohen Kosten die Tierhalter in ihrer Existenz bedroht sind.
  6. eine Vereinfachung und mehr  Praxistauglichkeit, wenn es um Dokumentationspflichten Ausbringungsvorschriften und Einarbeitungsfristen geht.

    Die Erklärung des Präsidiums des DBV im Wortlaut finden Sie hier. Zuätzlichzu der Erklärung hat der Deutsche Bauernverband eine umfangreiche Stellungnahme zum Entwurf der Novelle der Düngeverordnung abgegeben.