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Tierwohl ist keine Frage der Stallgröße

Pressemitteilung:

glckliche_Schweine_kleinMassentierhaltung ist nur ein PR-Schlagwort

Eine tierartgerechte Haltung ist jedem Landwirt aus ethischen Gründen heraus ein Anliegen. Den Nutztieren einen hohen Komfort zu bieten, ist in modernen Stallanlagen Standard. Hohes Wohlbefinden hält nicht nur die Tiere gesund und ist Garant für hohe Leistungen und gute Qualitäten, sondern lässt auch die Zufriedenheit im Beruf steigen. Schließlich sieht es jeder Tierhalter gern, wenn sich seine Tiere wohlfühlen.

Deswegen erzeugt die meist unsachlich geführte Debatte zur modernen Landwirtschaft, zu großen Stallanlagen und ldw. Betrieben bei den Landwirten Verärgerung. Tierwohl und sichere Lebensmittelversorgung sind viel zu wichtige aber auch komplexe Anliegen um sie zur politischen Profilierung und Polarisierung zu missbrauchen! Die Bemühungen und die Verbesserungen, die die Betriebe unternehmen (u.a. Initiative Tierwohl), werden ignoriert, ja sogar diskreditiert. Durch das Volksbegehren gegen Massentierhaltung wird die Agrarpolitik der letzten 20 Jahre und der Weltmarkt kritisiert. Gleichzeitig werden aber auch die modernen Landwirte als Buhmänner der Nation dargestellt. Hier werden „Ursache & Wirkung“ vermischt.

Zudem wird ignoriert, dass das Wohlergehen der Tiere nicht von der Stallgröße abhängt, sondern von den Bedingungen, die das einzelne Tier in seiner Gruppe vorfindet. Dazu gehören u.a. Platzangebot, Licht und Stallklima, aber auch das Futterangebot für diese Gruppe und das allgemeine Betriebsmanagement.

Zwar ist nichts so, dass man nicht noch etwas ändern und entsprechend verbessern könnte, die Änderungen müssen jedoch nicht nur vom Verbraucher gewollt, sondern auch bezahlt werden. Bislang akzeptiert aber nur ein Bruchteil der Bevölkerung deutlich höhere Preise für noch höhere Haltungsstandards und auch nicht jeder Haushalt ist in der Lage, deutlich mehr für Lebensmittel auszugeben.

Tierhalter zu sein heißt Verantwortung für die Tiere zu übernehmen – für jedes Tier und unabhängig von der Bestandsgröße. Dies ist gelebte Berufsehre!