Blühstreifen

Blhstreifen_mit_Schrift_neu

Suche
Agrarwetter
Start Meldungen Anhörung zum Bibermanagement im Brandenburger Landtag

Anhörung zum Bibermanagement im Brandenburger Landtag

Brandenburg bietet mit über 3.000 Seen und mehr als 30.000 km Fließgewässern für so manche Spezies ideale Lebensbedingungen. So hat sich der Biber aufgrund seines strengen Schutzstatus im gesamten Land explosionsartig vermehrt. Diese unkontrollierte Ausbreitung führte in den letzten zehn Jahren zu einer Verdopplung der Biberpopulation auf mittlerweile mehr als 3.000 Exemplare. Sorgen ums Überleben des Bibers muss sich wohl keiner mehr machen. Problematisch allerdings sind die mit dieser Entwicklung einhergehenden Auswirkungen.

Neben dem Auftreten des Bibers in städtischen Gärten, Parkanlagen und Badeseen sind besonders die Folgen nicht mehr zu übersehen. Wo die Tiere erhebliche Schäden anrichten, Wälder, Wiesen und Felder unter Wasser setzen, Deiche durchlöchern, Hochwasserschutzanlagen gefährden oder Eisenbahnlinien und Straßen unterhöhlen, muss gehandelt werden. Nicht auszudenken was passiert, wenn durchlöcherte Deiche bei einem Hochwasser brechen oder Gleise und Straßen absacken. Neben dem Artenschutz geht es auch um den Erhalt der Kulturlandschaft sowie den Schutz der Bevölkerung vor Ort!

Mit der im Mai 2015 in Kraft getretenen Biberverordnung hat Brandenburg erste vorsichtige Schritte der Möglichkeit eines effektiven Bibermanagements eingeleitet. In der praktischen Umsetzung stehen dem jedoch noch Hürden auf Ebene der EU-Gesetzgebung im Weg. Die Forderungen des Landesbauernverbandes Brandenburg und sechs weiterer Verbände sind ganz klar: Naturschutz kann nur gemeinsam mit den Menschen im ländlichen Raum erfolgen. Da nur für tatsächlich bedrohte Arten ein solch strenger Schutzstatus gelten darf, sind die aktuellen Rahmenbedingungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Anlässlich einer Anhörung im zuständigen Ausschuss des Brandenburger Landtages am 6. Juli wird dem Vertreter aus Brüssel eine Resolution übergeben.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Simon Harnisch,
Referent für Tierhaltung des LBV; Tel 0 33 28  -  31 93 40 oder  - - 201 oder   0175 – 932 9810