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Biber - Parteien in der Pflicht!

Pressemeldung:

Biberproblem muss flächendeckend angegangen werden - Einigung dringend notwendig

Brandenburg ist mit über 3.000 Seen und mehr als 30.000 km Fließgewässern eines der seen- und gewässerreichsten Bundesländer. Dies bietet dem Biber im gesamten Land flächendeckend ideale Lebensbedingungen und hat angesichts des strengen Schutzstatus zu einer explosionsartigen Ausbreitung geführt. Selbst in städtischen Gärten und Parkanlagen sind die Tiere bzw. deren Folgen nicht mehr zu übersehen – man kann mittlerweile manchenorts schon von einer Plage sprechen.

Eine Bestandsgefährdung besteht bei mehr als 3.000 Tieren nicht mehr, dies sind mindestens 1.400 Biber mehr als noch vor 12 Jahren. Mit der Bestandsvergrößerung gehen auch massive Beeinträchtigungen und Schäden in der Landwirtschaft, aber auch an wasserbaulichen Anlagen wie Hochwasserschutzdeichen einher.

Der Landtag befasst sich in dieser Woche mit dem Schutzstatus des Bibers. Der LBV fordert von der Politik, den Schutzstatus der positiven Bestandsentwicklung anzupassen und pragmatisch und gemeinsam das Biberproblem zu lösen. Wo die Tiere erhebliche Schäden anrichten, Wälder, Wiesen und Felder unter Wasser setzen, Deiche durchlöchern, Teichanlagen gefährden oder Eisenbahnlinien und Straßen unterhöhlen muss gehandelt werden. Nicht auszudenken, was passiert, wenn bei einem Hochwasser durchlöcherte Deiche brechen und Gleise sowie Straßen absacken.

Ein Denken in parteipolitischen Schablonen ist bei der Lösung des Biberproblems nicht angebracht. Der Biber schert sich weder um die Parteifarbe, noch um Kreis- oder Gebietsgrenzen, sondern kann, überall wo es Wasser gibt, auftreten und Schäden verursachen. Ein Töten von Bibern, so wie dies auch in anderen Teilen Deutschlands bereits möglich ist, muss auch in Brandenburg bei dem erreichten hohen Bestand machbar und umsetzbar sein. Der LBV appelliert an die Parteien, die Entscheidungen auf fachlicher Grundlage zu treffen und hier parteitaktische Fragen hintenanzustellen.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Holger Brantsch, Pressesprecher des LBV; Tel 0 33 28  -  319 204 oder 0151 – 1221 8693