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Landwirte unzufrieden mit Informationsstand

Pressemeldung: LBV kritisiert unzureichende Informationen des MLUL beim Agrarumweltprogramm und kurzfristige Änderungen

Auf der Vorstandssitzung des Landesbauernverbandes in Lauschütz (SPN) wurde erneut über die Teilnahmemöglichkeit der Betriebe an Agarumweltmaßnahmen diskutiert. Anlass war der Termin 15.12. – zu diesem Zeitpunkt sollten die Betriebe ihre Anträge auf eine 5-jährige Teilnahme an den Maßnahmen abgeben. Bislang ist allerdings für die Landwirte noch vieles unklar. Wie sehen die Fördervoraussetzungen konkret aus und welche Vergütung wird für die zusätzliche Agrarumweltleistungen wie z.B. für den Verzicht auf Düngung, gezahlt?

Auch die ausschließliche Konzentration der Maßnahmen auf das Grünland wurde vom Vorstand wiederholt kritisiert. Auf Unverständnis stösst zudem die Einschränkung bei der Grünlandextensivierung auf bestimmte Grünlandflächen, deren Auswahl mitunter willkürlich erscheint. Hier fordert der LBV mehr Transparenz und Offenheit und vor allen Dingen Zeit für Nachbesserungen! Als nicht akzeptabel wird die Änderung des Richtlinienentwurfes am Freitag, 3 Tage vor dem gewünschten Abgabetermin, kritisiert. Diese Änderung wurde gegenüber den Betrieben nur unzureichend kommuniziert und könnte ein Vorgeschmack auf die Situation in den kommenden Monaten sein. Unklar ist bislang auch noch, ob Betriebe, wenn Sie mit den endgültig verabschiedeten Konditionen nicht einverstanden sind, sanktionslos aus dem Programm aussteigen können. Auch hier fordert der LBV eine entsprechende Regelung und Klarheit. Wer Verpflichtungen für 5 Jahre eingeht, braucht Verlässlichkeit bzw. die Chance auszusteigen, wenn sich die Anforderungen ändern. Eine einseitige Veränderung der Vertragsinhalte zu Lasten der Landwirte lehnt der LBV entschieden ab.

Der Verband sieht sich in den Befürchtungen bestätigt, dass die komplizierten Regeln und die ausufernde Bürokratie sowohl in Brüssel als auch in Deutschland zu einem Hemmnis werden. Hinzu kommt der seit Jahren stattfindende Personalabbau in der Brandenburger Agrarverwaltung. Die bestehende enorme Arbeitsbelastung „spitz auf Knopf“ geht inzwischen eindeutig auch zu Lasten der Betriebe und der Beratung.

Daher fordert der LBV eine bessere personelle Ausstattung in der Agrarverwaltung, um den erhöhten Verwaltungsbedarf zu bewältigen. Unbedingt notwendig ist auch eine gezieltere Information der Betriebe.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Ulrich Böhm, Referent für allgemeine Agrarpolitik des LBV; Tel 0 33 28  -  319 132