Blühstreifen

Blhstreifen_mit_Schrift_neu

Suche
Agrarwetter
Start Meldungen Grunderwerbsteuer nicht erhöhen!

Grunderwerbsteuer nicht erhöhen!

Pressemeldung: Der Plan der Brandenburger Regierungskoalition, die Grunderwerbsteuer von 5% auf 6,5% zu erhöhen, wird vom LBV Brandenburg scharf kritisiert.

Mit einer Anhebung auf 6,5 % würde Brandenburg zu den Bundesländern mit dem höchsten Grunderwerbsteuersatz gehören. So wichtig wie Steuereinnahmen für die Haushaltskonsolidierung sind, so wichtig ist auch eine Politik, die die Wirtschaft fördert und nicht künstlich zu einer Verteuerung des Produktionsstandortes Brandenburg führt. Von Der Anhebung der Steuer wäre u.a. die Landwirtschaft massiv betroffen und verteuert das Produktionsmittel (Grund & Boden) unnötig.

Udo Folgart, LBV-Präsident und SPD-Landtagsabgeordneter erklärt hierzu: „Der Bodenerwerb darf für die Landwirtschaft nicht weiter verteuert werden. Gerade kleine und mittlere ortsansässige Betriebe wären dann immer schwerer in der Lage, ihre bewirtschaftete Fläche zu erwerben. Dass können dann fast nur noch die finanzstarken nichtlandwirtschaftlichen Investoren. Diesen Trend wollen wir alle aber nicht noch befördern!“ Zusätzliche steuerliche Belastungen für ldw. Betriebe sind völlig fehl am Platze, zumal die Bodenpreise ohnehin in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind. Bereits diese Steigerung führt auch schon beim aktuellen Grunderwerbsteuersatz zu Mehreinnahmen für das Land.“

Der LBV appelliert, diesen Schritt noch einmal zu überdenken und nicht nur auf die Einnahmeseite zu schauen. Schlechte natürliche Bedingungen, miserable Preissituationen und Finanzkrise lassen die Finanzdecke in den Betrieben ohnehin immer dünner werden. Eine Erhöhung der Grunderwerbssteuer auf einen neuen Spitzensatz verteuert das Produktionsmittel (Grund & Boden) unnötig und erhöht damit die finanzielle Abhängigkeit.

Die Landwirtschaft will gerne ihren Beitrag zur Stabilisierung der Wirtschaft- & Finanzkraft leisten, dies jedoch auf dem Wege einer Wirtschaftsentwicklung Wirtschaft fördern, statt belasten, sollte die Devise sein. Der LBV erwartet, dass die Pläne noch einmal überdacht und von der Einführung des Spitzensteuersatzes Abstand genommen wird.