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Wölfe gefährlich ohne Scheu!

Voller Anspruch auf Entschädigung gefordert!

WolfVon Wölfen gerissene Schafe sind in Brandenburg leider keine Seltenheit mehr. Gerissene Kälber nun auch nicht mehr! Ebenfalls keine Seltenheit ist es, dass die Bevölkerung von Seiten des Landesumweltamtes und der Wolfsbefürworter mit Beschwichtigungen und Halbwahrheiten „für dumm verkauft“ wird.

Über dpa konnte man in der Berliner Morgenpost lesen, Prof. Freude (Präsident des Landesumweltamtes) sei ganz verwundert über die neue Qualität von Wolfsübergriffen, wie sie in der Nähe von Brück (PM) zu verzeichnen war. „Zum ersten Mal seit ihrer Wiederansiedlung haben Wölfe eine Kuhherde angegriffen“ wird er zitiert. Hat Prof. Freude ernsthafte Gedächtnislücken oder will er die Öffentlichkeit wieder einmal bewusst beschwichtigen oder hat gar die „böse Presse“ ihn wieder falsch zitiert?

Am 7. Mai 2010 (!!!) wurde bereits erstmals im Land Brandenburg eine 200 köpfige Mutterkuhherde angegriffen und 3 Kälber gerissen (siehe LBV-Presseinfo „Erstmalig in Deutschland: Wölfe überfielen Rinder“). In den Folgewochen gab es etliche Veranstaltungen der beunruhigten Tierhalter. So z.B. am 27.10.2010 in der betroffenen Agrargenossenschaft in Terpe/Proschim (SPN), zu der Prof. Freude höchstpersönlich zu dieser Thematik als Referent auftrat.

Wenn ein Teil der Gesellschaft den Wolf will und die Rückwanderung als biologische Sensation ausdrücklich begrüßt, muss der Staat, als Repräsentant der Gesellschaft, die hier entstehenden Belastungen für die Tierhalter vollständig tragen. Und wenn die Weidehaltung als eine Form der artgerechten Nutztierhaltung auch künftig unter den Bedingungen des Wolfes gewollt ist, müssen dafür bestimmte Voraussetzungen geschaffen werden. Entgegen aller vollmundiger Aussagen seitens der Wolfsbefürworter gibt es bisher keinen gesicherten Rechtsanspruch auf umfassende Entschädigung und Ausgleich. Geschädigte sind vom Wohl und Wehe der Haushaltslage des Landes abhängig.

Der LBV fordert deshalb einen der Wolfsbestandsgröße angepassten Haushaltstitel und einen Rechtsanspruch auf vollständigen finanziellen Ausgleich ALLER wolfsbedingten Schäden und zusätzlicher Aufwendungen

Der Einsatz von Herdenschutzhunden – gerne als Allheilmittel propagiert - funktioniert bei Schafen sehr gut. Bei .Großtieren wie Pferden, Damwild und Rindern funktioniert es bisher nur in Ausnahmefällen und muss seine Tauglichkeit erst noch beweisen.

Die Forderung der Umweltseite, die Rinderweiden jetzt mit einem wolfssicheren Zaun zu versehen stammt eindeutig aus Absurdistan. Zäune für Großtiere müssen zudem nicht nur "Wolf-Einbruchsicher" sondern auch "Rinder-Ausbruchsicher" sein. Eine Rinderherde die in Panik „durchgeht“, ist aber von keinem noch so starken Zaun aufzuhalten. Etwaige Gefahren für den Straßen- und Personenverkehr liegen hier – neben den Tierverlusten - deutlich auf der Hand.

Diese vermeintlich sicheren Einzäunungen müssten um jede Kuhkoppel gezogen werden (mehrere tausend Kilometer im Land Brandenburg), würden Unmengen Geld verschlingen und zudem die Bewegungsfreiheit der Wildtiere deutlich einschränken.

Der „schüchterne“ Wolf lebt nicht mehr im Verborgenen. Gerade die Meldung von Rekordgeburten (10 Welpen) belegt, dem Wolf geht es vor den Tore Berlins und Potsdams sehr gut. Der Weidegang von Schafen und Rindern und anderen Großtieren muss deshalb auch unter der Anwesenheit des Wolfes möglich sein! Prävention muss machbar sein! Wenn kein Geld für ein umfassendes und funktionierendes Wolfsmanagement vorhanden ist, dann muss die Art des Wolfsmanagements neu überdacht werden! MANAGEN heißt nicht nur die Anzahl der Tiere immer weiter zu erhöhen, sondern die Anzahl - wo nötig – zu regulieren.

Die Forderungen der Landwirte  im Zusammenhang mit der Ansiedlung des Wolfes haben nichts mit Panikmache zu tun. Um es ganz deutlich zu sagen! Die Landwirte im Land Brandenburg fordern nicht die Ausrottung des Wolfes, sondern die „Machbarkeit eines Miteinanders“. Uns geht es um die Sicherheit für Mensch und Tier und um einen gesetzlich geregelten und unbürokratischen Schadensausgleich für die Geschädigten.

(Siehe auch die LBV-Presseinfo‘s ab 2010 bis jetzt www.lbv-brandenburg.de à suche „Wölfe“)