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„Wolfskompromiss“ löst die Probleme nicht

Pressemeldung
Der Landesbauernverband Brandenburg fordert dringend praxistaugliche Lösungen

Teltow, 23.05.2019. Der nach monatelangem Ringen zwischen Bundesumwelt- und Landwirtschaftsministerium ausgehandelte Kompromiss zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes wird die Probleme der Weidetierhalter mit der wachsenden Wolfspopulation nicht lösen. Auch wenn die Verständigung zwischen beiden Ministerien unter dem Druck der Kanzlerin zu begrüßen ist, so zeigt sie doch, dass die Veränderungen in der Natur um ein Vielfaches dynamischer sind, als die Entscheidungsfähigkeit der politischen Akteure.

Die Einigung ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, bleibt aber weit hinter einer Lösung zurück, die geeignet wäre, die Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung zu ermöglichen. „In Gebieten mit ausgeprägter Weidetierhaltung sollte sich der Wolf gar nicht erst ansiedeln dürfen“, erklärt Jens Schreinicke, Mutterkuhhalter und Wolfsbeauftragter des LBV Brandenburg.

Der Landesbauernverband Brandenburg unterstützt den „Gemeinsamen Aktionsplan Wolf“ vom ForumNatur. Darin wird die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht ebenso gefordert, wie die Herabsetzung des Schutzstatus sowie die Nutzung von Spielräumen der Regulierung entsprechend der Erfahrungen anderer europäischer Mitgliedsstaaten. „Wir benötigen dringend praxistaugliche Lösungen und setzen dabei auf die erprobten Fähigkeiten der Jäger beim Wildtiermanagement.“, sagt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12218692