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„ Geiz ist nicht geil“

Pressemitteilung

Zum Ende der Antragstellung für Beihilfen aufgrund dürrebedingter Schäden in der Landwirtschaft. LBV-Brandenburg plädiert für eine ehrliche Debatte.

Teltow, 11.12.2018. 770 landwirtschaftliche Betriebe in Brandenburg stellten Anträge auf Unterstützung zur Bewältigung dürrebedingter Schäden aus dem Bund-Länderprogramm. Die beantragte Summe beträgt 93,5 Millionen Euro. Damit sind die beantragten Beihilfen mehr als doppelt so hoch wie die zur Verfügung stehenden Mittel. Dass trotz des komplizierten Antragsverfahrens so viele Betriebe teilgenommen haben, zeigt, wie ernst die Situation der Bauern in diesem Jahr ist.

„Die Hilfen in dieser Notlage dürfen jedoch nicht über das eigentliche Problem der niedrigen Erzeugerpreise und deren Gründe hinwegtäuschen. Landwirtschaftliche Betriebe stehen auch in normalen Zeiten unter einem erheblichen ökonomischen Druck und können kaum notwendige Rücklagen bilden. Als schwächstes Glied in der Produktionskette sehen sie sich der übermächtigen Marktmacht des Lebensmitteleinzelhandels gegenüber, der die Preise diktiert. Geiz ist nicht geil. Das muss die Gesellschaft endlich begreifen.“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

In der Öffentlichkeit wird irrtümlicherweise der Eindruck erweckt, den Bauern würde mit viel Geld aus Steuermitteln geholfen. Tatsächlich wird die Mehrheit der Landwirte auf ihren Schäden sitzen bleiben. Den von Bund und Land für Brandenburg zur Verfügung gestellten Mitteln in Höhe von 46 Millionen Euro stehen Schäden in Höhe von zirka 370 Millionen Euro gegenüber.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Tino Erstling, Pressesprecher Tel. Nr. 0151 12218692