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Brandenburger Junglandwirte auf Erkundungstour

Organisiert vom Kreisbauernverband Havelland und unter der Reiseleitung von Geschäftsführer Johannes Funke brachen 23 Junge Landwirte aus vielen Regionen Brandenburgs auf, um auf einer dreitägigen Tour das Emsland unter landwirtschaftlichen Gesichtspunkten zu erkunden. Auch der Spaß kam nicht zu kurz…

Bad Bentheim, 26.03. -29.03.2018. Die Idee der Studienfahrt: Junge Landwirte lernen andere Regionen kennen, sammeln neue berufliche Eindrücke, vernetzen sich mit Gleichgesinnten und verbringen Zeit miteinander. Dementsprechend ambitioniert war das Reiseprogramm. Unmittelbar nach der Ankunft und dem Bezug der Zimmer in der Jugendherberge startete die Gruppe zu einer kleinen Stadtführung.

Hierbei stand die Burg Bad Bentheim und die Bedeutung des Bentheimer Sandsteins im Fokus. Im Anschluss berichtete Rudolf Aalderink von der Vereinigung des Emsländischen Landvolkes über die Spezifik der landwirtschaftlichen Produktion in der Region. Schnell entwickelte sich eine Diskussion über die Gülleverordnung und die Herausforderungen der Tierhaltung in den vergleichsweise kleinen Betrieben in der Region mit einer Durchschnittsfläche von ca. 60-80 Hektar. Danach stand ein gemeinsames Abendessen auf der Agenda, das nahtlos in ein gemütliches Beisammensein bei dem einen oderanderen Kaltgetränk überging.

Der 2. Tag  begann mit einem gemeinsamen Frühstück in der Jugendherberge  und einem Besuch der Fabrik des Landmaschinenherstellers Krone unter fachkundiger Führung. Beim Mittagessen ließ es sich der 78jährige Senior des Unternehmen Bernard Krone nicht nehmen, die Reisenden aus Brandenburg willkommen zu heißen. Nächste Station der Exkursion war der Betrieb von Familie van der Kamp, die 40.000 Legehennen im Freiland hält und den Junglandwirten detaillierte Einblicke in  ihr Unternehmen gewährte und die jungen Landwirte aus Brandenburg mit selbstgebackenen Kuchen überraschte.
Es folgte ein Besuch bei Familie Lödden, die in der Region einen Bio-Betrieb mit Outdoor-Schweinen führt. Hier beeindruckten die Fütterungs-Logistik die Erklärungen zum praktischen Handling der Tiere sowie die Vermarktungsstrukturen. Auf dem Weg zurück zur Unterkunft machte die Gruppe noch einen Versorgungshalt in Arnolds Bauernhofcafé, bevor der Abend für die meisten in entspannter Runde in einer Bentheimer Kneipe endete.

Tag 3 der Exkursion war geprägt von einem Besuch der Meyer Werft in Papenburg. Während der Führung erhielten die Landwirte einen Überblick über die durchdachte Produktionstechnik, die modernen Docs und den enormen Aufwand beim Bau luxuriöser und technologisch anspruchsvoller Kreuzfahrtschiffe. Danach noch ein gemeinsames Mittagessen und dann hieß es Abreise. Bei der Verabschiedung äußerten sich die Teilnehmer hochzufrieden, sowohl mit der Organisation als auch mit der Atmosphäre. Geschaffte aber fröhliche Gesichter. Und alle waren sich einig, dass sie beim nächsten Mal unbedingt wieder mit dabei sein möchten.

Auch der Reiseleiter freute sich am Ende der Studienfahrt über die gute Stimmung innerhalb der Reisegesellschaft: „Ich bin froh, dass unsere Planungen aufgegangen sind  und sich alle so gut verstanden haben. Unsere positiven Erfahrungen motivieren uns, auch in 2019 wieder eine Studienfahrt anzubieten. Wo es hin geht möchte ich noch nicht verraten, nur der Termin steht so gut wie fest - Montag, Dienstag, Mittwoch in der Woche vor Ostern.“, sagte Johannes Funke, Geschäftsführer des KBV Havelland.     

Tino Erstling