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Zulassung von Glyphosat verlängert – aber Aufgaben sind gestellt

Pressemeldung:

Die nächsten 5 Jahre für wissenschaftliche Bewertung und Reduzierung des Mitteleinsatzes nutzen
„Mit der Entscheidung zur Zulassungsverlängerung von Glyphosat um 5 Jahre hat die Landwirtschaft wertvolle Zeit bekommen, die Produktionsverfahren im Ackerbau zu überprüfen und anzupassen“, so Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg.

Ein Verbot des Einsatzes von Glyphosat zum gegenwärtigen Zeitpunkt hätte erhebliche Folgen, gerade auch bei der Bekämpfung von Problemunkräutern wie Quecke und Distel. In der Abreifebeschleunigung habe aber künftig Glyphosat europaweit nichts mehr zu suchen, so Wendorff mit klarer Botschaft.

Die nächsten 5 Jahre sollten nach Ansicht des Landesbauernverbandes Brandenburg intensiv genutzt werden um weitere Forschungsergebnisse bei der Bewertung von Glyphosat bereitzustellen. Gleichzeitig sieht der Verband nicht erst seit gestern die fortlaufende Aufgabe, den Glyphosateinsatz in der Landwirtschaft immer wieder zu überdenken und auch zu reduzieren.

Ein Glyphosatverbot zum jetzigen Zeitpunkt würde unter anderem die bodenschonende pfluglose Saatbettbereitung deutlich erschweren und große Technik müsste wesentlich öfter eingesetzt werden, so Wendorff weiter. Dies ist nicht im Interesse in Landwirte.

Auch die außerlandwirtschaftliche Anwendung in Kommunen, Hobbygärten bzw. bei der Bahn müsse in den Fokus gerückt werden, so Wendorff. Auch dort sei der Einsatz zu überdenken und es müssten strengere Regeln gelten, insbesondere was die Anwendung in Kleingärten angeht. Für professionelle Anwender ist nachgewiesene Sachkunde Voraussetzung für den Einsatz. Landwirte müssen diese durch eine Prüfung belegen und anschließend regelmäßig ihr Wissen erneuern. Dies ist die Voraussetzung für die sichere Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Hiervon darf es keine Ausnahme geben. Daher dürfe die Abgabe von Glyphosat z.B. in Baumärkten, nur bei Vorlage eines Sachkundenachweises erfolgen bzw. sollte für Hobbyanwender gänzlich ausgeschlossen werden.

Für nähere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dr. Tino Erstling
Pressesprecher des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V. ; Tel 0 33 28  -  319 302 oder 0151 1221 8692