Homepage » Brandenburg & seine Bauern » Landwirtschafliche Daten » Struktur der Ackerflächennutzung in Brandenburg Struktur der Ackerflächennutzung in Brandenburg

Die Ackerfläche in Brandenburg ist Schwankungen in kleinerem Rahmen unterworfen und lag 2007 bei ca. 1,35 Mio. ha. Damit werden ca. 3/4 der landwirtschaftlichen Nutzfläche als Ackerfläche genutzt. Der Grünlandanteil liegt bei ca 1/4. Die Nutzungsarten der Ackerfläche blieben relativ stabil. Hauptnutzung ist mit 53,2 % der Ackerfläche (551 Tsd. ha) der Getreideanbau (2007), der gegenüber dem Vorjahr um ca. 30 Tsd. ha ausgeweitet wurde. Der Ölsaatenanbau hingegen ging gegenüber dem Vorjahr um 6 Tsd ha auf 142,9 Tsd. ha zurück. Eine Steigerung auf rund 230 Tsd. ha war auch beim Feldfutteranbau zu verzeichnen (+32 Tsd ha). Mit dem Wegfall der Stillegungsverpflichtung ist der Anteil der Brachflächen wieder zurückgegamngen und liegt nun bei 5,5 % (57 Tsd. ha). Kartoffeln und Zuckerrüben spielen angesichts der unsicheren Ertagslage und wegen der Zuckermarkrreform nur noch eine untergeordente Rolle, speziell beim Zuckerrübenanbau kommt hinzu, dass nur wenige Standorte geeignet sind und der Flächenanteil nie sehr hoch war.

Hauptgetreideart in Brandenburg ist der Roggen, eine Kultur, die auch unter ungünstigen Standortbedingungen noch vergleichsweise sichere Erträge bringt. Der Roggenanbau ging jedoch bis 2006 auf Grund der niedrigen Erlöse und durch den Wegfall der Intervention (Staatlicher Aufkauf) auf 164,3 Tsd. ha zurück, hat sich aber angesichts fehlender Alternativen bzw zwischenzeitlich besserer Vermarktzungsmöglichkeiten ( Anfang 2008) wieder auf 227 Tsd. ha (2008)erholt. 1998 waren in Brandenburg noch 254 Tsd. ha mit Roggen bestellt. Deutschlandweit ging der Roggenanbau seit 1998 deutlich zurück. In Brandenburg konzentriert sich rund 1/3 des deutschen Roggenanbaus. An 2. Stelle steht der anspruchsvollere Weizen, der auf 143Tsd. ha wächst (2008). Günstigere Erlöse als beim Roggen und züchterischer Fortschritt waren für die Ausdehnung des Weizenanbaus verantwortlich. Gerste, die in Brandenburg fast ausschließlich für Futterzwecke angebaut wird, wuchs in Brandenburg 2008 auf 84 Tsd. ha. Dies sind fast 20 Tsd. ha mehr als 2007. Triticale, eine Kreuzung aus Roggen und Weizen, findet ebenfalls als Futter Verwendung. Der Anbau wurde nach 2005 deutlich eingeschränkt und lag 2008 bei rund 52 Tsd. ha. Stabil blieb der Körnermaisanbau (einschließlich CCM), der 2008 auf ca. 25,3 Tsd. ha wuchs. Hafer spielt mit 16,6 Tsd. ha ebenfalls eine vergleichsweise untergeordnete Rolle und wird vor allem in der Pferdefütterung eingesetzt.
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