
"Ein leistungsfähiger Verband für alle Brandenburger Bauern" drucken Ein leistungsfähiger Verband für alle Brandenburger Bauern
Trotz vieler einschränkender Bestimmungen ist es Landwirten in Betrieben aller Rechtsformen nach der Wende gelungen, entwicklungsfähige Betriebe aufzubauen, rationell zu produzieren und Produkte in höchster Qualität zu verkaufen.
Die schwerwiegenden Anpassungsprobleme an die Marktwirtschaft führten bei der Mehrzahl der Brandenburger Bauern zur Überzeugung: nur eine einheitliche berufsständische Vertretung wird in der Lage sein, sich politisch Gehör zu verschaffen und erträgliche Rahmenbedingungen zu erstreiten. Das ist der Konsens verschiedener Betriebs- und Rechtsformen, großer und kleiner, intensiv- und extensiv wirtschaftender Betriebe in ertragsstarken wie ertragsschwachen Regionen. Alle haben das gleiche Ziel: politische und wirtschaftliche Voraussetzungen für wettbewerbsfähige Agrarbetriebe zu sichern. Die Erklärung von Burg Warberg mit dem einstimmigen Bekenntnis für eine einheitliche landwirtschaftliche Interessenvertretung und zur freien Verfügbarkeit des Einzelnen über sein Eigentum, ist der Maßstab unserer Verbandsarbeit.
Mit der Umwandlung, Aus- und Neugründung von Betrieben, der Nutzung geförderter Investitionen und den erheblichen Auswirkungen staatlicher Planungen für die Region und den Naturschutz ist der Verband gefordert, sich in die Landesgesetzgebung, Kreistagsbeschlüsse und Gemeindevertretungen unbedingt einzubringen. So wirken viele ehrenamtliche Verbandsvertreter in Ausschüssen des Kreistages, der Landesregierung und des Deutschen Bauernverbandes (DBV) mit. Eine spezielle Brandenburger Erfolgsstory ist das sehr gute Abschneiden der Verbandsvertreter bei den Kommunalwahlen. In die Gemeindeparlamente und Kreistage wurden viele Dutzende Vertreter unseres Verbandes gewählt und leisten hier eine sehr geschätzte Arbeit.
Entscheidend für den Verbandserfolg ist die Arbeit mit den Mitgliedern vor Ort, in den Kreisbauernverbänden. Eine Kernaufgabe war und bleibt die Erfüllung der berechtigten Erwartungen an den Verband und die Gewinnung weiterer Mitglieder. Gegenwärtig sind es 14 Kreisbauernverbände
. Der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) mit dem gewachsenen Einfluss im DBV, im Landtag und den Kreistagen sowie den intensiven Arbeitsbeziehungen zu den Ministerien in Bund und Land übernahm zunehmend eine Dachfunktion für bisher insgesamt 31 assoziierte Verbände
und ist Teilhaber an mehreren für den Berufsstand bedeutenden Unternehmen der Versicherung, Beratung, Bildung und Ausstellung.
Politisch setzte sich der Verband mit einer Vielzahl von politischen Problemen auseinander, von denen hier nur das Landwirtschaftsanpassungsgesetz und seine Novellen, die AGENDA 2000, die Dieselsteuer, das bundesdeutsche Fachrecht für die Agrarproduktion, aber auch die Umsetzung der EU-Richtlinien, Fauna-Flora-Habitat (FFH) und die sogenannte "Wende der Agrarpolitik" namentlich erwähnt seien.
Auf Landesebene ging es u.a. um: Dürreschädenausgleich, Oderhochwasser, Wasserrecht und -kosten, Kosten der Tierkörperbeseitigung, BSE - und MKS -Bekämpfung, Ausgleichszulagen für benachteiligte Gebiete und Investitionsförderung.
Neben der politischen Arbeit entwickelte der Verband die Dienstleistungen
als zweites wichtiges Arbeitsgebiet.
Verursacht durch die Haftbarkeit für Betriebsleiter entstand kurz nach der Verbandsgründung bereits der Agrar-Versicherungsdienst, der insbesondere für große Betriebe gute Konzepte entwickelt. Gemeinsam mit der VVB finden alle Mitglieder für ihre speziellen betrieblichen und privaten Bedingungen entsprechende Angebote. Die sehr vielfältigen Fördermöglichkeiten von EU, Bund und Land sind kaum zu überschauen.
Ihre optimale Nutzung erfordert betriebswirtschaftliche Beratung, die die Agrarverbände gemeinsam über die Landwirtschaftliche Beratung der Agrarverbände Brandenburg (LAB GmbH) anbieten. Dieses günstige Angebot nehmen ca. 1.000 Agrarunternehmen aller Rechtsformen, in überwiegender Zahl Familienbetriebe, in Anspruch. Dazu kommen die Förder-, Rechts- und Sozialberatung durch die hauptamtlichen Mitarbeiter für die Mitglieder unseres Verbandes. In zäher Kleinarbeit wurden inzwischen Tausende konkrete Probleme der Bodennutzung, Pacht, Vermögensauseinandersetzung, des Naturschutzes, der Renten u.a. erfolgreich bearbeitet.
Darüber hinaus gibt es nicht bezifferbare, aber durchaus spürbare Effekte aus der Bildungsarbeit des Verbandes mit Hilfe der Winterschulung in den Kreisverbänden und der Brandenburgischen Landwirtschaftsakademie auf Landesebene. Mit der Bildungsoffensive des DBV wollen wir unseren Nachwuchs qualifizieren. Die Arbeit der Direktvermarkter erfährt durch die BraLa und die IGW neue Impulse.
Zahlreiche Mitglieder haben über Rabatte aus Großkundenverträgen für den Kauf von PKW, den Bezug von Elektroenergie, Diesel, den Service für Arbeitsbekleidung bereits ein Mehrfaches ihres Mitgliederbeitrages aus Vergünstigungen zurückerhalten.
Näheres zu unseren umfassenden Dienstleistungsangeboten finden sie im Bereich "Service
" und im nur den Mitgliedern zugängigen Bereich "Für unsere Mitglieder
"!
Mit Flurrundfahrten, Landpartien, Erntefesten und Bauernbällen aktiviert unser Verband gesellschaftliche Kräfte und kulturelle Traditionen, die ihren jährlichen Höhepunkt in den gemeinsam mit dem Brandenburger Landfrauenverband organisierten Erntefesten finden. Jedes Jahr verwenden noch mehr Bäuerinnen Liebe, Sorgfalt und Können auf das Binden der schönsten Erntekronen. Erfolgreich entwickeln sich in einigen Kreisen die Landseniorenarbeit und die Einbeziehung der Junglandwirte.
Damit ist die Leistungsfähigkeit unseres Verbandes nur in groben Strichen skizziert. Über die vergangenen Jahre sind einige wichtige Auskünfte gegeben. Für die nächste Zeit wird es vor allem darauf ankommen, den Generationswechsel bei den Betriebsleitern sowie im Haupt- und Ehrenamt des Verbandes erfolgreich zu meistern, wettbewerbsfähige Betriebe zu erhalten und zu entwickeln, die Kooperation im Handel und Dienstleistungsangebote zu entwickeln und sich gegenüber den wachsenden Angriffen der Politik und Medien offensiv zur Wehr zu setzen. Auch künftig geht es um eine gerechte Einkommensentwicklung, Transparenz und Nachhaltigkeit in der Produktion sowie gesicherten Absatz unter gleichen Bedingungen für Import und Export. Kompetenz, Kontinuität und Kampfeswille bleiben die Garantien für eine erfolgreiche Verbandsarbeit.
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