Seit Anfang Juni hat Brandenburg überwiegend blauen Himmel und Sommerhitze. Das ist besonders für alle Urlauber gut so. Landwirte sehen diese Situation in diesem Jahr mit gemischten Gefühlen! Im ganzen Land beginnt die Ernte von Gerste, Grassamen und Raps, Roggen und Weizen, Ölfrüchte und Leguminosen sowie Körnermais schließen sich an. Ist das Korn vom Feld, folgen Strohpressen und Wiederbestellung.
Zur Zeit der größten landwirtschaftlichen Arbeits- und Transportspitze setzt in diesem Jahr auch die Urlaubsverkehr ein und unsere Feldflure erwarten einen stärksten Besuch von Ferienkindern, Urlaubern, Anglern, Radfahrern und Wanderern. Natürlich sollen sich alle an der gepflegten Kulturlandschaft erfreuen und das schöne Wetter nutzen.
Zu einem zügigen Ernteverlauf und einer verlustarmen Ernte können alle durch erforderliche Umsicht und bewusstes Handeln beitragen: Feldwege und Wirtschaftsstraßen dürfen nicht durch parkende Pkw verstellt werden. Das Abstellen von Fahrzeugen am Feldesrand und rücksichtsloses Befahren der Flächen hat durch heiße Auspuffteile in der Vergangenheit schon vielfach zu Feldbränden geführt. Auch Lagerfeuer und Zigarettenkippen werden in ihrer Gefährlichkeit weit unterschätzt. Nicht nur das Getreide, und damit das „Brot im kommenden Jahr“ sind gefährdet, sondern auch Fahrzeuge und Menschen können damit Schaden nehmen.
Es besteht nicht nur Wald-, sondern auch Feldbrandgefahr. Deshalb appelliert der Berufsstand an alle, jedweder Gefahr oder Verzögerung der Ernte vorzubeugen und damit Schäden und Verluste auszuschließen.
Im gleichen Zusammenhang verweist der Berufsstand auch auf mögliche kurzzeitige Behinderungen des Straßenverkehrs, die Auftreten können wenn z.B. Mähdrescher von Feld zu Feld umgesetzt werden. Ein vorsichtiges Annähern kann auch hier Unfälle vermeiden.